
Wenn sogar Günter Jauch darüber getalkt hat, dann muss das Thema ja wichtig sein. Aber auch jeder normal denkende Mensch müsste eigentlich zusammenzucken bei den Zahlen, die die UN-Organisation FAO ermittelt hat: Etwa ein Drittel der jährlichen, globalen Lebensmittelproduktion, das entspricht 1,3 Milliarden Tonnen, wird weggeworfen. Wenn man annimmt, dass Lebensmittel im Schnitt die Dichte von Wasser haben, dann entspräche die Menge der weggeschmissenen Lebensmittel einem Würfel von mehr als einem Kilometer Kantenlänge (nicht soviel wie ein Kubiklichtjahr Käse, aber immerhin). Es liegt auf der Hand, dass eine solche Menge Lebensmittel das Hungerproblem zumindest lindern könnte. Wenn – ja, woran liegt das eigentlich?
Die Gründe für diese Verschwendung sind ärgerlicherweise recht vielfältig und daher nicht eindimensional zu bekämpfen. Naheliegend sind logistische Probleme, fehlende oder unterbrochene Kühlung etwa oder ungünstiges Timing bei der Verteilung der Waren. Auch Nahrungsmittel als Spekulationsobjekt können ein Grund sein. In Deutschland fallen diese Punkte jedoch weitgehend weg – und trotzdem gibt es hier laut qualifizierter Schätzungen einen Pro-Kopf-Wegschmiss von Lebensmitteln für 330 Euro im Jahr.
Wenn ich mal etwas unwissenschaftlich eine selbstkritische Überprüfung meiner weggeworfenen 330 Euro vornehme, dann ist bei mir die Ursache weitgehend, dass ich Obst und Gemüse in mittelgroßen Mengen kaufe, weil es sich gesund anfühlt, aber meine Zubereitungsfrequenz etwas langsamer ist als meine Kauffrequenz. Der Effekt ist, wie soll ich sagen: der untere Teil meiner Obstschale entwickelt alle paar Wochen erste Artikulationsfähigkeiten. Bunt bevölkerte, fellartige Schichten über Obst und Gemüse. Dass das nicht nur mir so geht, legt eine Umfrage nahe, nach der 84% verdorbene oder abgelaufene Lebensmittel wegwerfen.
An dieser Stelle kommt eine Eigenheit des deutschen Lebensmittelmarktes zum Tragen: der durchschnittliche Lebensmittelkäufer hält Konservierungsstoffe für etwas grundsätzlich grauenvoll Schlechtes. Natürlich hängt diese Einstellung auch mit dem Verhalten der Lebensmittelindustrie selbst zusammen, aber insgesamt verlangen die Kunden, dass regionales, unverpacktes, nicht behandeltes Obst und Gemüse jederzeit frisch verfügbar sein soll. Und superbillig! Gefälligst! Das kann doch nicht so schwer sein!
Dass es eben doch nicht so leicht ist, die Logistik darauf abzustimmen, dass alles immer unbehandelt und frisch sei, zeigt schon der monströs große Anteil weggeworfener Lebensmittel. Deshalb wird naheliegenderweise daran geforscht, wie man Lebensmittel länger frisch hält, ohne es (wie es tatsächlich noch zu oft passiert) präventiv mit einer aggressiven Chemosuppe zu überziehen.
Eine der Lösungen ist, bekannte und viel verwendete Konservierungsstoffe in die Verpackung einzuarbeiten. Im vorliegenden Beispiel des Fraunhofer-Instituts für Verfahrenstechnik und Verpackung wird dazu eine Verpackungsfolie mit einer dünnen Beschichtung, die den konventionellen Konservierungsstoff “Sorbinsäure” enthält, imprägniert. Praktischerweise gibt die Schicht nicht nur ganz langsam die Sorbinsäure ab – der Konservierungsstoff bleibt an den Stellen auch dort haften, wo das Lebensmittel die Folie berührt. Und das sind genau die Stellen, an denen Lebensmittel beginnen, schlecht zu werden. Im Vergleich zur herkömmlichen Behandlung von Lebensmitteln mit Sorbinsäure kann so die Menge des verwendeten Konservierungsstoffs um den Faktor 100 reduziert werden. Und das wäre schön – wenn die Leute diese Verpackung auch akzeptieren würden. An dieser Stelle kommen Sie ins Spiel, also die Leser dieses Artikels – Sie können (zumindest indirekt über das Voting) bei der Forschung mithelfen.
Denn niemand forscht gern an Produkten, von denen man glaubt, sie würden große Probleme wie den Lebensmittelwegwurf lösen – und hinterher wollen die Leute das gar nicht. Für die weitere Produktentwicklung und die Einführung auf dem Markt wäre es daher ungeheuer wichtig zu wissen, ob solche Verpackungen gekauft würden. Also fragt man die Leute einfach – und genau das passiert in dieser folgenden, kleinen Umfrage und natürlich auch gern in den Kommentaren.








Also … ich werde das Gefühl nicht los das mit dieser Forschung ein Problem nur umgewälzt wird. (Wenn man bedenkt wie viel Lebensmittel Pflanzen abwerfen weil sie nicht richtig wachsen oder zwecks schlechten Wetters eingehen … sind diese um einiges verschwänderischer als wir.)
Schön und gut wenn der Apfel länger hält als eine Woche, aber haben wir auch nicht ein so genanntes Müllproblem? Ölproblem? … was für eine Verpackung soll es sein, Plastik? Dann schreit die Umweltgesellschaft wieder auf. Papier? Denkt an die Bäume.
Reden wir lieber von den schon verpackten Lebensmitteln, die Tonnenweise wöchentlich in großen Lebensmittelmärkten weg geworfen werden (und hier rede ich als Zeuge). Schokoladen, die nicht mehr in der Saison sind, Joghurt und Käseprodukte, die noch ein Tag haltbar sind aber wegen irgend einer dummen Abmachung nicht an die Tafel geschickt werden, Trockenlebensmittel die weggeworfen werden müssen weil die Packung aufgerissen ist. Tut mir leid, kann mir nicht helfen, ich finde einen vergammelten Apfel in meinem Haushalt als Peanuts im Gegensatz zu dem was drumrum ist. Zudem, wird der Apfel runzlig freuen sich meine Nagerchen. :)
Grüße
Shelly
Tafel? Was ist das denn?
Es war ein mal ….. eine gute Idee um den Ärmsten Etwas zu geben, heute aber ist es nur die Umverteilung von Müll.
Warum?
Schau mal wo die ganzen Mülltonnen geblieben sind, sie haben sich einfach in Luft aufgelöst. Ich habe schon lange keine mehr gesehen und musste sagen das ich verwundert war als ich in einer Reportage sah wie man aus Müllcontainern Nahrung stahl.
Das was ich persönlich beobachtete war -
die oft ehrenamtlichen Mitarbeiter der Tafel sind vollkommen Überfordert beim Aussuchen des Gammels, sie haben schlichtweg gar keine Zeit mehr wirklich zu sortieren! Der Andrang der Bedürftigen ist mittlerweile einfach zu Groß geworden! Sie geben sich große Mühe und die erkenne ich unbedingt an! Aber sie schaffen es einfach nicht mehr! So kommt es dann das zu hause die Waren ausgepackt werden. Sellerie mit einer Konsistenz von. du solltest jetzt nicht gerade gegessen haben, Eiter. Zäh ziehen sich die Fäden des Selleries aus dem Suppen-Fertig-Pack. Da braucht man einen wirklich harten Magen!!!
Familien bekommen wenigstens noch einiges aufgegessen, bei Einzelpersonen viel Schlimmer – man bekommt 4 Brote, 14 kleine und 4 große Joghurts, 3 Salatköpfe, einen Wirsing, 4 Buttermilch, 40 Mandarinen, 2 Pack Pilze, 25 Möhren und und und ….. . Wie soll man die alle essen können? Das beginnt mit der Lagerung – wo vernünftig lagern? Spiesekammern gibt es nicht mehr und die Keller sind heute zu warm, falls man überhaupt einen Keller hat, ist ja meist nur noch ein Lattenverschlag der Größe – es passt das Fahrrad rein. Wo hin mit dem Zeug? Bevor man es essen konnte ist die Hälfte schlecht. So groß war die Hilfe dann doch wieder nicht ….. . Von Vielfalt ist hie sowieso nicht die Rede.
Wenn man den Gammel also aussortiert hat, weshalb man mehr Müll hat und so mehr Müllgebühren zahlen muss, deshalb nenne ich es die Umverteilung von Müllgebühren, dann weiß man nicht wohin und lagert falsch und so hat man dann giftigen Schimmel der die Gesundheit belastet! Er tritt ja massiver auf und schadet unbedingt! Wenn man auf die Tafel angewiesen ist hat man aber keine Geld mehr dauernd zum Arzt zu gehen, hapert oft schon an der Praxengebühr – können Viele längst nicht mehr zahlen! Eigentanteil für Medikamente dazu …. .
Ganz besonders Gefährlich für Kleinst- und Kleinkinder !
Weiter hat ein Hartz4-Empfänger kein Anrecht auf einen Kühlschrank, man kann ein Darlehn bekommen aber das geht dann vom Lebensunterhalt in Raten ab aber da hartz4 um 40% zu niedrig ist , ist jede einzelne Rate eine harte Strafe für die Armut! Aber Hartz4 muss ja so niedrig sein weil sonst Niemand mehr für diesen Billiglohn arbeiten gehen würde da, wenn hartz4 auf real benötigter Höhe wäre, viel höher wäre als die Billiglöhne.
Und was ist mit Rentner und Behinderten die eine eigene Wohnung haben? Sie können oft gar nicht zur Tafel.
Eines Tages bist auch Du Alt. Und dann? Oder es fährt Dich ein Auto an, Versicherung zahlt nicht ober erst nach 20 Jahren Klage, bist dadurch Behindert und WEHRLOS . Und glaub ja nicht das Dir die Ämter helfen , da kenne ich mich bestens aus – wenn ich zu Jahresbeginn höre wie viel Geld wieder gespart wurde dann weiß ich das dieses auf Kosten der Ärmsten ging und besonders Schlimm auf die Kosten der armen alten und der Behinderten – aber ohne Lobby können sie sich nicht wehren!
MfG
DerOiml
Wie oben schon steht, ist das Problem in der Tat sehr vielschichtig. Aber zweifellos ist ein Detail, dass gerade für frische Lebensmittel die Logistik um so aufwendiger wird, je kürzer sie sich halten. Abgesehen davon geht es genau um die schon verpackten Lebensmittel, wie du scheibst, genau davon reden wir schon :)
Der Umweltaspekt ist auch nicht unkompliziert: weggeworfene Lebensmittel, die ihren Zweck nicht erfüllen, belasten die Umwelt durch sinnlosen Transport, sinnlose Entsorgung, sinnlosen Abfall am Ende. Demgegenüber kann eine klug zurechtgeforschte Verpackung schon eine Menge einsparen.
Was nutzt das ganze Plastik? Aufgrund von Phthalaten und Bisphenolen, die Weichmacher die sich schon bei leichtestem Kontakt sehr gut ablösen, haben an Nahrung überhaupt NICHTS zu suchen! arte-Produktion “Hauptsache Haltbar” zeigte dieses sehr gut auf! Solltest Du mal ansehen!!! Sehr Interessant !!!
Warum so viel Erdöl nutzen wenn andere Ressourcen viel besser wären? Man könnte, wie ich es aus Kinderzeiten noch kenne, Papier nutzen welches das Schwitzwasser einfach aufsaugt und so für längere Haltbarkeit sorgt. Leider aber wird Papier mit giftigen Stoffen bedruckt und so kann Recyclingpapier nicht für Nahrung genutzt werden – oder – welches ist denn nun das bessere Gift?
Welche Wahl haben die armen Menschen? Selbst Arbeitnehmer können es sich oft schon lange nicht mehr leisten sich ihre Nahrung auszusuchen, es geht einfach nur noch Billig! Eine wahre Schande für unser achsoreiches Industrieland !!! Regional einkaufen ist oft zu Teuer und dann muss man eben mit in Plastik verpackten Salatgurken vorlieb nehmen. Demnach ist es also eine vom untätigen Staat aufgezwungene Vergiftung die Männer schneller Unfruchtbar werden lässt aufgrund der weiblichen Hormone und Mädchen früher ihre Kindheit verlieren – oder was meinst Du woher die dicken Vorbauten bei sehr jungen Frauen kommen? Informiere Dich bitte mal genau!!!
Ich bin und werde es auch immer bleiben – absoluter Plastikgegner und verstehe nicht wie ein Mensch deiner Intelligenz das Zeug auch nur annähernd Befürworten kann!! Weitere Folgen sind die “Plastikinseln” in den Meeren wo sich unser Müll zusammen findet. Er zerstört wichtige Nahrungsressourcen da die Brutstätten der Fische arg Gefährdet werden und Vögel fressen das Zeug und krepieren schööööön langsam.
Tut mir wirklich sehr Leid aber ich kann mich nur unendlich aufregen wenn ich sehe wie Uninformiert Du anscheinend bist und bitte Dich – informiere Dich über das wahre und gesamte Ausmaß des Schadens der durch Plastik entsteht! Frage bei arte, bei 3SAT, bei WDR und Co an , dort gibt es ausreichend Leute die hier schon viel recherchiert haben und auch ausreichend Glaubwürdig sind.
Welches Wasser sollen wir denn bald noch trinken? Von wegen das es ja soooo Sauber wäre – brauchst Du n Aspirin dann trink Leitungswasser , ist genug Aspirin drin. Leider auch viele andere Medikamente die nirgends aus den Wasser heraus geklärt werden. Wo denn? Und die Belastung ist schon viel zu Hoch! Dazu kommen viele Spritzmittel die in der BRD verboten sind. Du bekommst sie beim Versorger der Landwirte und was nicht über den Tisch geht das geht eben unter dem Tisch her . Dann kommt die absaufende Asse – was passiert wenn das verseuchte Wasser ins Grundwasser gelangt? Niemand macht Druck das sie endlich geräumt wird und es wird extra schön langsam gemacht das man dann sagen kann – Jetzt ist Nichts mehr zu machen – typisch unsere aussitzende Politik alá ehemalige FDJ-Sektretärin für Agitation und Propaganda der DDR ….. . Es stinkt bei uns im Land aber Gewaltig !!! Und Alle sitzen vor der Glotze und schauen zu.
Was sagst Du den Kindern die heute geboren werden?
Ich muss ehrlich zu geben das es nicht leicht fällt jetzt noch freundlich zu Grüßen
DerOiml
Ich denke das das Problem doch im Grunde das Kaufverhalten der Kunden ist. Da wird einmal die Woche ein Großeinkauf gemacht und das Zeug soll gefälligst bis zum nächsten Einkauf halten. Dazu sollen die Reagale immer schön gefüllt sein, auch abends um acht kurz bevor der Laden schließt. Ich denke das ein Umdenken stattfinden muss, wenn durch eine Verpackung das Gemüse länger haltbar wird, werden die Waren trotzdem noch im Supermarkt weggeworfen. Ich denke da wird ein Problem wieder an den Auswirkungen versucht zu lösen und nicht an der Ursache.
Natürlich ist das Problem vielschichtig. Aber ich denke, der erste Punkt auf der Liste ist, dass so viele Menschen einfach keinerlei Hemmungen haben, viel wegzuwerfen. Es macht ihnen einfach nichts aus. Deswegen wird auch eingekauft auf Teufel komm raus. Zudem sind die Lebensmittel besonders in Deutschland vergleichsweise günstig.
Es wird auch unintelligent eingekauft, eher nach Laune, und am Ende muss man feststellen, dass einige Produkte eigentlich garnicht zum Speiseplan passen, d.h. in kein Gericht, was man eigentlich zubereiten möchte.
Dann sind die Kühlschränke oft viel zu gross, und werden dann auch voll gestopft bis an den Rand. Keiner hat mehr eine Übersicht, was da eigentlich hinten noch drin ist. Mein Kühlschrank ist meistens halb bis fast leer, damit ich eine Übersicht habe.
Mangelnde Kochintelligenz kommt auch noch dazu. Oft hat man noch Sachen im Kühlschrank, mit denen man zwar eigentlich noch was zubereiten kann, aber einige können mit den Zutaten einfach kein Gericht mehr zubereiten :-)
Das Fehlen kleiner Läden ist logistisch sicher auch noch erwähnenswert. Wenn man heute einkaufen geht, sind das oft sehr grosse Läden, für die sich ein kleiner Einkauf garnicht lohnt. So kommt es zu diesem Grosseinkauf, der einen oft genug entnervt.
Eine vernünftige Planung kann auf jeden Fall helfen. Ich persönlich kaufe für die ersten 2-3 Tage frisch ein, und für den Rest eher Konserven oder sonst haltbare Sachen; oder ich gehe einfach öfters einkaufen. Das ist natürlich eine Zeitfrage. Ich schmeisse sehr ungerne Lebensmittel weg und es kommt auch wirklich nicht so oft vor bei mir. Das hat auch was mit Respekt vor Lebensmitteln zu tun, der einem Grossteil der Bevölkerung absolut abhanden gekommen ist. Und das ist nicht immer eine Frage des Geldes.
Ja, die Sache mit dem Sparen, leider wird das Gehirn belohnend wenn man spart, was die Industrie sehr gerne ausnutzt!
Aber wo spart man wirklich? du sprichst es ja Richtig an – viele große Ketten , kaum noch Einzelhandel. Das was ich bei der Kette spare zahle ich aber am anderen Ende durch höhere Steuern denn Wer zahlt denn die vielen Arbeitslosen? Ist es nicht Interessant es mal von dieser Seite zu sehen? ;-)
MfG
DerOiml
In Anbetracht der Tatsache dass es bedeutend einfacher ist eine Verpackung zu entwickeln die das Problem zumindest etwas lindert als uns Menschen klar zu machen dass wir planvoll einkaufen sollen und die Supermärkte kurz vor Ladenschluss auch mal leere Regale haben dürfen finde ich die Entwicklung gut.
In Deutschland kann man solche Entwicklungen natürlich auch noch anders lösen: Abgaben, Steuern oder wie auch immer man die (Straf-)Preiserhöhung nennen mag – einziges Problem: Was soll dann mit dem Geld gemacht werden?
Und ja, ich gehöre auch zu den notorischen Lebensmittelverschwendern. Selbst im Büro: gerade erst gekauft und dann doch nicht zum essen gekommen wandert so manches Gericht unberührt im Müll.
ich finde essen kann schon mal verderben, wird ja wieder zu erde kompostiert, was uns eines tages das messer in denn rücken rammt, werden verpackungen sein die wir nicht kompostieren können die jahrzehnte denn boden sauer machen oder noch schlimmer vergiften.
plastik wird zB mit erdöl gewonnen, lässt sich daher sehr schlecht abbauen. das witzige ist wir denken nicht mal an solche sachen den ”aus den augen, aus dem sinn” und das wird uns früher oder später das genick brechen und wir werden auch wenn weit hergeholt eines tages auf einem müllprapanten leben müssen.
ist zwar ein Kinderfilm doch er sagt so viel aus….. WALLE…… ja dieser film spricht ware worte.
Danke das ihr meine Antwort lest
Die Idee dieser Frischhaltefolie 2.0 ;-) mag nur einen kleinen Aspekt der großen Aufgabe betreffen – doch gerade wegen deren Dimension und Dringlichkeit halte ich jeden Schritt in die richtige Richtung für applauswürdig, wichtig, unterstützenswert! Ist doch ein brillanter Einfall – ich würde derart verpackte Lebensmittel sofort kaufen! Frisches Zeug länger haltbar gemacht ohne Einsatz von Brutalochemie in den Tiefen des Gemüses ;-) – was will man mehr? Alles Mögliche! Aber wenn diese kleine Möglichkeit ein Teil der größeren ist: her damit!
Das mit der behandelten Folie finde ich eine gute Idee. Das Problem bei Obst und Gemüse in solchen Gebinden sehe darin, dass, wenn 1 der 8 Bananen einen Druckfleck hat, wandert das ganze Gebinde in die Tonne.
Das sowas nicht unbedingt sein muss, habe ich ausgerechnet mal bei ALDI-Süd erlebt: Die Kassiererin bemerke eine Matschbanane und fragte mich daraufhin, ob ich ne neue Packung möchte, oder ob sie 20% Preisnachlass geben kann. Natürlich habe ich den Nachlass gerne angenommen.
Ich muss bei solchen Themen immer an meine Oma (Nachkriegsflüchtling) denken, bei Ihr gab es keine Reste! Was übrig war, wurde halt am Folgetag nochmal warmgemacht.
So halte ich das auch, nur mit dem Unterschied, dass ich das Eingetupperte allzuoft doch im Kühler vergammeln lasse.
Diese Umfrage ist m.E. ziemlich irreführend, denn offensichtlich steht die eine Industrie dahinter, die an der neuen Verpackung einen Reibach machen will und mit einer gezielten Fragestellung ein Ergebnis vorprogrammiert um eine Legitimation zu erhaschen. “Willst du weniger Lebensmittel wegwerfen?” Wer will das nicht, her mit der tollen neuen Verpackung! Würde man jedoch gezielt fragen “Dich stört es also nicht, noch mehr Zusatz (=Konservierung) -stoffe an und damit in deinen Lebensmitteln zu finden?”, dann würde das Ergebnis sicher ganz anders aussehen. Lieber geringere Mengen einkaufen und richtig lagern, dann klappt’s auch mit dem Vorsatz weniger wegzuwerfen.
Moment, JK. Es stimmt natürlich, dass hier ein Produkt geschaffen werden soll, das am Ende auf den Markt kommt. Das ist völlig transparent, finde ich (oder nicht?). Die Fragen habe ich versucht, unterhaltsam zu formulieren, ja – aber ich finde sie nicht allzu tendenziös. Es kommt ja gerade darauf an, vorher herauszufinden, ob solche Verpackungen von den Leuten überhaupt angenommen werden.
In einem Punkt liegst Du allerdings völlig falsch, also quasi diametral falsch: diese Verpackungstechnologie ermöglicht, WENIGER Konservierungsstoff zu benutzen, und zwar etwa 100mal weniger. Die Alternative (im Moment) zu dieser Verpackung heisst nicht “keine Verpackung”, das geht manchmal einfach nicht – sondern eine herkömmliche Verpackung und Lebensmittel, die auf herkömmliche Weise mit Konservierungsmitteln behandelt sind.
Einig (ein bisschen) sind wir uns dann wieder mit deinem letzten Satz, denn es muss natürlich auch um eine Verhaltensänderung gehen. Die allerdings nicht von heute auf Morgen klappen dürfte.
Ich habe nicht mitgeklickt, weil für mich die ironisch-suggestiven vorgegebenen Antworten dem Ernst der Fragestellung nicht ganz gerecht werden. Kleinstmengen hin oder her, ich lehne Zusatzstoffe, wo immer möglich, ab, denn wenn man täglich 20 oder mehr einzeln gekaufte Produkte zu sich nimmt, in denen jeweils „nur” Kleinstmengen von irgendwas drin sind, akkumuliert sich das auch schneller zu Mengen (oder zu einem Chemikaliencocktail) auf, die ggf. schädlicher sind, als ein einzelner Hersteller oder separate Analysen zu bewerten imstande sind.
Es mag sein, dass in derartigen Verpackungen angebotenes Gemüse schneller verdirbt. Ich halte jedoch gerade Verpackungen eigentlich loser Ware für einen Mitgrund für das viele Wegwerfen. Beispiel: während des Silvesterurlaubs in Dänemark schrieb ich auf Basis eines Rezepts einen präzisen Einkaufszettel für ein recht gemüsehaltiges Gericht. Der einzige erreichbare Supermarkt bot Gemüse (und Obst) überwiegend in folienverpackten Gebinden an. Resultat: nicht eine der Zutaten konnte ich in der tatsächlich benötigten Menge kaufen. Eine rote Chili? Fehlanzeige. Sechs im Folienpack. Eine grüne Paprika? Gab’s nicht, dafür ein rot-gelb-grünes Trio im Folienpack. Drei Limetten? Nur zu sechst – eingeschweißt. Wir verließen also den Markt mit etwa doppelt so viel Grünzeug wie nötig. Trotz des Willens zur Resteverwertung wanderte nach einer Woche immer noch ein Teil in den Müll. Und das ist nicht nur in Dänemark so.
Die hohe Anzahl an Singlehaushalten z. B. in Großstädten und die oft in nur „Familienpackungen” erhältlichen Lebensmittel (ausgenommen vielleicht Fertiggerichte) tragen sicher einen Teil dazu bei, dass sich viele Kunden aus Kleinhaushalten mit Frischware oder verderblichen Produkten „überbevorraten” und dementsprechend mehr wegwerfen. Wenn alle möglichst nur soviel kaufen könnten und würden, wie sie in absehbarer Zeit auch verbrauchen, wird auch weniger weggeworfen. Also: flexiblere Mengen oder Größen anbieten (Händler/Hersteller) bzw. nutzen (Kunden), kalkulierter einkaufen und dem Drang zu Vorratskäufen bei verderblichen Waren widerstehen. Dann wird auch die Tonne nicht so schnell voll.
Das geht mir auch oft so., das die verpackten Mengen zu groß sind, insofern wäre eine längere Haltbarkeit ganz gut, weil nicht Kleinstmengen verpackt werden und ohne Verpackung geht es nur auf dem Wochenmarkt, bei dem Vollerwerbstätige eher nicht einkaufen können und wo auch nicht alles erhältlich ist. Wir kochen ja meist nicht mehr nur mit den Zutaten, die die Jahreszeiten “hergeben.”
Solveig Wehking vom Forachungsblog
Die einfachste Möglichkeit durch Änderung an der Packung die Verschwendung von
Lebensmitteln zu minimieren, wäre, dass man das die Vorschriften zur Angabe des “Mindesthaltbarkeitsdatums” verändert.
Allerdings werden die Hersteller da nicht gerne mit sich reden lassen…
… wäre ja ihr Umsatz der dort minimiert wird…
Formschub, ich sehe Deinen Punkt durchaus, die Antworten sollen allerdings nicht ironisch, sondern unterhaltsamer sein als im Normalfall. Dass es sich hierbei um eine Umfrage handelt, die nicht nach streng kommunikationswissenschaflichen Kriterien gestaltet ist, sondern versucht, unterhaltsam nach einem Meinungsbild zu fragen, versteht sich von selbst. Das Ergebnis wird dementsprechend auch als Tendenz verstanden und nicht als wie auch immer repräsentativ geartet. Trotz der flapsigen Passagen sind die einzelnen Antworten übrigens ziemlich präzise nach den tatsächlich vorhandenen Standpunkten formuliert; Dein Standpunkt ist dabei nicht selten und findet sich deshalb fast zu 100% in der Antwort “Verpackungen für Gemüse – muss das sein? Es mag sich dann länger halten, aber irgendwie finde ich Verpackungen generell nicht so sinnvoll.”
Dass Verpackungen der Grund sein sollen dafür, dass mehr Waren verderben, halte ich allerdings für ein Gerücht. Abgesehen davon geht es hier – das Foto mag da etwas eindimensional ausgewählt sein – nicht oder nicht nur um Gemüse. Die ersten Versuche sollen zum Beispiel mit Wurst- und Fleischwaren gemacht werden, die unverpackt kaum verkäuflich sein dürften.
Bevor man wieder jedes Stück Nahrung in irgendeine Folie (oder sonst was) einpackt sollte mal lieber beim Einkaufen das HIRN einschalten.
Ich weiss nicht was dran soo schwierig sein soll sich zu überlegen WAS man WANN einkauft.
D.h.: Am Samstag Blumenkohl kaufen wenn man den erst am Freitag drauf macht ist totaler Blödsinn. D.h. auf dem Speiseplan steht der Blumenkohl am Montag.
Und der hält auch problemlos bis Montag ohne jeglichen Verpackungsmüll aussenrum.
Oder Beispiel Wurstwaren: da gibts es eben ‘Sorten’ die halten nicht so lang. Wenn ich da aber dann hirnlos pfundweis davon kaufe und dann 2 Wochen später sehe dass der ungegessene Rest ne Schimmelparty feiert dann hab ich mal wieder den Mülleimer mit Wurst befüllt.
Mir kann keiner sagen dass es so kompliziert ist beim Metzger nur 150 Gramm Aufschnitt zu kaufen (anstatt den 1/2 Kilo weise abgepackten Wurstmüll aus der Supermarkttheke [wovon dann eben die Hälfte auf dem Müll landet].
Beispiel Hackfleich: Natürlich gibts das das 1/2 Kilo Packerl im Supermarkt zum [ungerechtfertigt] unschlagbaren Preis. Aber zum Metzger zu gehen und sich an dem Tag an dem man es braucht es sich frisch zu kaufen ist anscheinend eine unüberwindbare gedankliche und logistische Herausforderung.
Denken/Planung beim Einkauf ist mittlerweile bei viel zu vielen Leuten nur mehr reine Glückssache.
Ah, ich sehe gerade, dass da ja “Gemüse” steht, in der Antwort, daher die Gemüsefixierung, sorry, my fault, wie gesagt geht es nicht nur (aber auch) um Gemüse.
Ein Gemüse, welches schon lange mit Verpackung angeboten wird, ist die Gurke. In vielen Supermärkten gibt es sie einzeln in dünne Folie verpackt.
Früher habe ich sie wegen der Verpackung verschmäht. Heute kaufe ich sie und versuche auch andere zu überzeugen, denn:
- Jedes weggeworfene Gemüse und Obst kostet Öl! Für die Traktoren, für den Transport, für die Kühlhäuser, für die Müllabfuhr,… Dazu Umweltbelastung durch Dünger, Pestizide, Maschinen, usw.. Und selbst Bio-Anbau belastet Pflanzen und Tiere allein dadurch, dass Felder ein nicht gerader idealer Lebensraum für viele Tierarten sind (und Bio braucht mehr Fläche als konventionell).
- Ohne Folie hält die Gurke Wochen weniger als mit Folie -> Kaum noch Gurken die im Supermarkt oder Kühlschrank austrocknen oder verschimmeln.
Erst seitdem ich die ganze Gegenrechnung gesehen hatte:
Umweltbelastung dünne Folie > Umweltbelastung weggeworfenes Lebensmittel
habe ich mich umgestellt, denn das Bauchgefühl sagt etwas anderes.
Ich glaube wenn man den Punkt nicht möglicht vielen Leuten klar macht, wird die Akzeptanz gering bleiben.
+1 für einzeln verpacktes Gemüse, sonst hat man wieder Sachen über, die man wegwirft. Oder ein großes Schild in der Gemüseabteilung, das man gerne alles aufreissen darf, wenn man andere Mengen benötigt (wird ja schließlich sowieso an der Kasse gewogen.
Ich finde die Diskussion auch einseitig. Es geht ja nicht nur ums Verpacken und die Haltbarkeit, es muss ja auch noch nach was schmecken (es ist heutzutage verdammt schwer, so einzukaufen, dass man auch einen “Essensgenuss” hat und nicht nur einfach sich satt macht).
Ich finde andere Ansätze besser als das Thema Verpackung. Ich bin ein Gartenfreak und denke, ich hab einen ganz guten Bezug zur natürlichen Haltbarkeit von Obst und Gemüse und es gibt einfach einen Grund, warum das Zeug verdirbt. Es hilft einfach nichts, wenn ein Salat 2 Wochen aufbewahrt wird und noch frisch aussieht, weil dann ist er einfach nicht mehr gesund bzw. er ist einfach neutral. Wir glauben, gesund zu essen und essen eigentlich “nichts”. Wir müssen andere Lösungen suchen und finden, die Natur läßt sich in Wahrheit nicht so einfach austrixen.
Es ist echt schön, so viele Kommentare von Menschen zu lesen, die sich dem Problem des Lebensmittelmülls und des Essen-Verschwendens bewusst sind. Da hilft nämlich die beste Forschung nichts, wenn sich in den Köpfen der Menschen nichts ändert. Die Bundesregierung hat das Thema gottseidank auch schon erkannt. Das zeigt sich in vielen neuen Aktionen zum Thema “Save food” und z.B. auch in einem Informations-Besuch des Vorsitzenden des Bundestagsausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Herrn Goldmann, am Fraunhofer Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung Ende letzten Jahres. Mit der Entwicklung von neuartigen Verpackungen kann man bestimmt einen Teil zu diesem Thema beitragen.
Tja, nur einer der wenigen Teufelskreise, in die wir uns hineinmanövriert haben :-)
In Konsequenz hiesse ja die – sagen wir mal – Einsparung von 1/4 aller Lebensmittel dann auch weniger Arbeitsplätze….. und in dem Bereich sind sowieso viele Niedriglöhner angesiedelt. Würden dann die Lebensmittelpreise sinken oder steigen? Wie mans macht, kommt nichts Gutes am Ende raus.
Mehr Chemie, bessere Haltbarkeit, weniger Verschwendung? Geht wieder auf Kosten der Gesundheit.
Eigentlich sollte man den Handel auch dazu bringen, ihre übrigen Lebensmittel an Bedürftige abzugeben. Bezahlt sind die ja schon. Und zwar von jedem, der etwas kauft. Oder denkt irgendjemand, das ist nicht in die Preise mit einkalkuliert? Genauso wie Ladendiebstahl. Wenn Sie das ganze Zeug aber wirklich verschenken, wird weniger verkauft?!
Und der ganze Logistikmist, der da noch mit dran hängt. Wenn Joghurt von Süddeutschland nach Norddeutschland gekarrt wird. Wo fängt man da an, wo hört es auf?
Erdebeeren im Winter aus Weissgottwo? Aber es gibt auch Leute, die davon leben.
Das ist auch wieder so eine Fass ohne Boden. Wie die Geschichte mit den Altkleidern, die den Empfängerländern eher schaden, weil sie dann das einheimische Textilhandwerk zerstören.
Fakt ist aber, dass diese Massenvernichtung von Lebensmitteln irgendwo nicht richtig sein kann. Und die Welternährungsorganisation bemängelt auch den Wegfall von Anbauflächen für Lebensmittel für die Gewinnung von Biodiesel.
Ausserdem steht die Lebensmittelherstellung auch noch im Zusammenhang mit Subventionen. Das Ganze ist verworren, ohne Ende. Die Chemieindustrie hängt da noch mit drin, und die Pharamindustrie bei der Fleischproduktion.
Also einfach bewusster einkaufen, und das Hirn einschalten.
Fakt ist wohl, dass wir so einfach nicht aus dieser Nummer wieder rauskommen.
Kann da mal einer eine Simmulation mit allen Kriterien programmieren? :-)
Die generelle Diskussion um die Abfall- und Verpackungsvermeidung ist an dieser Stelle selbstverständlich richtig und wichtig. Sieht man es realistisch, so ist es für sehr viele Menschen in unserer Gesellschaft im Berufsalltag schwierig, jeden Tag nach Bedarf einzukaufen und direkt im Anschluss an den Einkauf die frischen Lebensmittel zu verarbeiten. Auch nicht jeder hat einen Garten, in dem er selber liebevoll etwas anbauen kann. Neben dem Einkauf nach Bedarf bleibt immer noch Lagerung und Transport der Lebensmittel bis zum Verkauf in den Geschäften. Um eine Verpackung kommt man nicht herum. Das Verpacken von Lebensmitteln ist nicht so einfach, wie man auf den ersten Blick annehmen könnte. Sie sind mehr oder weniger anfällig für Verderb, eben biologisches Material, das nicht für die Unendlichkeit bestimmt ist. Verpackungen schützen ihren Inhalt vor mikrobieller Kontamination und helfen auch ihre Eigenschaften so gut wie möglich über einen gewissen Zeitraum zu erhalten. So unterschiedlich wie die Lebensmittel sind, so unterschiedlich sind auch die Anforderungen an die Eigenschaften die ein Verpackungsmaterial haben muss. Mit Äpfeln kann man das machen, aber niemand wird ein zweites Mal einen rohen Fisch nur in Papier gewickelt in eine Einkaufstasche stecken ;-) Labberige Kartoffel-Chips und fades Röstkaffeepulver stehen beim Verbraucher auch nicht auf der Wunschliste. Deshalb ist es notwendig unterschiedliche Materialien einzusetzen, die individuell in ihrer Funktion auf das jeweilige Lebensmittel angepasst sind (http://www.forschungs-blog.de/im-zeitalter-der-verpackung/).
Ein Faktor von vielen, die helfen können Ressourcen zu schonen, ist eine Verpackung, die eine längere Lagerzeit für Lebensmittel erlaubt. Die hier beschriebene Folienentwicklung ermöglicht durch sehr geringe Mengen Konservierungsstoff, der an den Kontaktstellen mit dem Lebensmittel freigesetzt wird, den Verderb zu verzögern und Lebensmittelabfall zu vermindern. Ganz sicher sollten ein reflektierter Umgang mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum, ein bewusstes Einkaufs- und Verbrauchsverhalten und umweltschonenderes Angebot seitens der Produktion und des Verkaufs zur Ressourcenschonung beitragen.
[edit durch die Redaktion - dieser Kommentar führt mit über 12.000 Zeichen (ein durchschnittliches Buchkapitel hat nicht viel mehr) SEHR weit weg von der Diskussion und das auf in unseren Augen nicht zielführende Weise. Er findet sich dahier hier als rtf-Datei, ist aber aus dem Kommentarfluss herausgezogen. Gleichzeitig bitten wir "DerOiml" um eine 24-stündige Pause (eine technisch unterstützte Bitte).]
Hat schon mal jemand überlegt, wo die Konservierungsstoffe landen, wenn die Verpackung auf dem Müll landet? Im Recyclingkunststoff? In der Landschaft? Und wie ist es mit dem Übergang der Konservierungsstoffe auf die Lebensmittel? Was ist mit Allergien gegenüber Konservierungsstoffen?
Ich denke, mehr Fragen als Antworten.
Bei dieser Verpackung handelt es sich um eine sogenannte aktive Verpackung, die in Europa gesetzlich geregelt sind. Im Falle des Einsatzes von Sorbinsäure darf sie dann nur für Lebensmittel angewendet werden, für die die Sorbinsäure sowieso zugelassen ist, nur eben in viel geringeren Mengen. Eine entsprechende Kennzeichnung ist dann auch Pflicht. Übrigens: geringe Mengen an Sorbinsäure sind sowieso für jede Lebensmittelverpackung aus Kunststoff zugelassen .Menschen, die eine Unverträglichkeit gegen Sorbinsäure haben, können dieses Lebensmittel dann meiden. Allergien gegen Sorbinsäure gibt es nicht, da dieser Stoff vom menschlichen Organismus, aber auch in der Umwelt sehr leicht verstoffwechselt bzw.abgebaut werden kann. Und deshalb gibt es dann auch beim Recycling kein Problem. Denn erstens ist ja das meiste (wenn man bei diesen Mengen überhaupt davon sprechen kann) sowieso schon im Lebensmittel und zweitens gibt es beim Recycling so viele Waschschritte, die die Sorbinsäure rauswaschen können. Außerdem werden dann die Kunststoffe bei so hohen Temperaturen eingeschmolzen, die die Sorbinsäure sowieso nicht mehr aushält. Also, keine Sorge, dass es dann zu einer Anhäufung kommen kann.
Caro ist eine der Forscher/-innen am IVV, die die Folie entwickelt haben. Und für alle, die etwas mehr wissen dazu möchten, haben sie und Eva Kirchhoff Infos zusammengestellt: http://www.forschungs-blog.de/beispiel-seite/verpackungsfolien-mit-konservierungsstoff/
Leider gibt es immer mehr Menschen die eine Unverträglichkeit genau für diese Koservierungsstoffe haben. Das würde bedeuten das diese Leute solch eingepacktes Obst und Gemüse nicht konsumieren können.
LG
Ute, ich kenne keine Zahlen, ob es tatsächlich immer mehr Leute mit einer Unverträglichkeit gibt – aber unbestreitbar gibt es Leute. Ich möchte allerdings darauf hinweisen, dass es hier vor allem darum geht, die Konservierungsstoffe zu reduzieren, wo sie in den meisten Fällen ohnehin eingesetzt werden. Und nicht nur darum, bisher unbehandelte Waren mit Konservierungsstoffen zu versetzen.
Es liegt an uns allen, an der gesamten Gesselschaft, wie und welche Lebensmittel, mit welcher Verpackung wir kaufen! Man zwingt die Produzenten, aller Waren, erst zum umdenken, wenn die Verkaufzahlen zurück gehen. Es geht nur ums Kapital um den Umsatz, erst wenn der zurück geht, bewegt sich was! Dies ist auch an den Tankstellen so! es geht darum das die Gesselschaft im einzelnen aggiert, sie sollten es aber im gesamten tun, es sind alles schöne worte die ich hier schreibe, ich habe so einen weltschmerz in mir, an manchen Tagen, ich frage mich, wann erwachen wir menschlein endlich!
Hallo leute, seit ja fleißig am kommentieren aber im endefekt ist es halt einfach so das die ganze verpackungsüberproduktion die hier stattfindet ein produkt unserer Konsumgesellschaft ist, da mann über den Tellerrandd hinaus sehen muss würden leute ihren halls voll bekommen und nicht nach mehr und mehr konsum gieren würde sich auch die verpackungsindustrie einschräken würde beispielsweise jeder sein eigenes stofftuch mitnehmen das er jeden tag benutzt also nicht benutzt und dann wegschmeist benutzen um einzukaufen wäre alles anders den wenn die menschen nur verpackte dinge kaufen kann es auch nur verpackte sachen geben aber da viele menschen antescheinend denken verpackt ist gleich gut wird es schwer die gesellschaft in ihrem stadium der volksverdummung noch einmal zu drehen jedoch tut alles in eurer macht stehende danke für euren Blog bye bye Gerhard