Thema der Woche: Der Sprung in die Tiefe

Felix Baumgartners Sprung in die Tiefe (Foto: Red Bull Stratos / Red Bull Content Pool)

Man kommt um Felix Baumgartner nicht herum. Der Sprung des Österreichers ist in allen Medien das Ereignis der Woche gewesen. Für die Wissenschaft werden sich nach Einschätzung von Florian Freistetter keine Erkenntnisse davon ableiten lassen. Daher hat Michael Khan von Scilogs wenigstens einmal vor- und nachgerechnet, was so ein Sprung bedeutet: Er kommt u.a. auf eine maximale Geschwindigkeit von 1.344 km/h für einen 90 kg schweren Körper, der aus der Stratosphäre auf die Erde fällt. Tatsächlich war Baumgartner etwas schneller als von Khan berechnet.

Dass es sich bei der Aktion um einen der spektakulärsten Marketing-Coups der Geschichte handelt, ist sicher. Georg Holzer zeichnet den Sprung als internationales Titelthema nach. “Retrospektiv muss man froh sein, dass die meisten Abenteuer (Mondlandung, Südpol, Amerika-Fund) vor der Erfindung von Red Bull passierten.” Mit dieser Meinung steht Sascha Lobo sicher nicht allein da.

Exotische Blogs, Schnapsnasen, Windräder und neue Planeten

12.10.12 | Marlies Uken, Grüne Geschäfte
“Windräder größer als der Kölner Dom”

Energie ist ebenfalls ein Top-Thema zurzeit und auch eines der Schwerpunkt-Themen des Forschungsblogs. Mit der Größe von Windkraftanlagen beschäftigt sich Marlies Uken. Sie sind immer größer und leistungsfähiger geworden, stoßen jetzt aber an ihre Grenzen.

12.10.12 | Marc Scheloske, wissenswerkstatt
Exotische Blogs

Wissenschaftsblogs “gelten immer noch als exotisch, verdächtig oder allenfalls als zeitaufwändige Liebhaberei” schreibt Marc Scheloske. Er meint, dass sich das erst ändert, wenn etablierte Wissenschaftler anfangen zu bloggen und “die akademischen Konventionen ignorieren”.
Wie man Blogs schreibt, sich verständlich ausdrückt und komplexe Zusammenhänge präsentiert, will das neugegründete “Nationale Institut für Wissenschaftskommunikation” (NaWik) Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen beibringen.

16.10.12 Nidhi Subbaraman, TechnologyReview
Schnapsnasen identifizieren

Alkohl führt dazu, dass die Nase stärker durchblutet und wärmer wird als die Stirn. An der Patros Universität in Griechenland haben Informatiker zwei Algorithmen entwickelt, die, kombintiert mit Wärmebildkameras, aus einer Gruppe von Menschen Betrunkene identifizieren. Das Prinzip könnte auch als Wegfahrsperre für Autos angewandt werden.

17.10.12 | Carolin Liefke, idw online
“Wir leben in spannenden Zeiten”

“Der erste Planet mit einer Masse ähnlich der der Erde, der einen sonnenähnlichen Stern umkreist.” So beschreibt Xavier Dumusque vom Observatorium der Genfer Universität die wichtige Entdeckung eines erdähnlichen Planeten außerhalb unseres Sonnensystems. Was ein Planet haben muss, damit er als erdähnlich eingestuft wird und welche Planeten die heißesten Anwärter sind, steht hier.

10.10.12 | Monica Kortsha, isgtw
Kunst aus wissenschaftlichen Daten

“Du musst dein Publikum zuerst für eine Sache begeistern,” meint die Künstlerin Francesca Samsel. Sie visualisiert wissenschaftliche Daten auf riesigen, maßgeschneiderten Monitorwänden. Gute Kunst macht Menschen neugierig, sagt Samsel und schafft eine Verbindung zu den Zuhörern, die beim Präsentieren rein wissenschaftlicher Fakten oft nicht gelingt.

In den Kommentaren könnt ihr gern eure Links zu interessanten Artikeln posten.