Thema der Woche: CeBIT 2013

Die fünf Trends:

Shareconomy
Leihen und Teilen statt Kaufen und Besitzen. Darum geht es bei dem Leitthema der CeBIT 2013: Shareconomy. Teilen lässt sich theoretisch fast alles: So wie in der Landwirtschaft Mähdrescher über Maschinenringe geteilt werden, lassen sich im Privatbereich Schwingschleifer und Bohrer teilen. Oder Wohnung und Kleidung. Durch das Internet kann komfortabel und massentauglich getauscht und verliehen werden. “Angesichts des technologischen Fortschritts und knapper werdender Ressourcen” ist es folgerichtig, über die Ökonomie des Teilens nachzudenken, kommentiert Varinia Bernau von SZ-Online. Nico Paech, einer der Verfechter der Postwachstumsökonomie, sieht darin das Modell für eine zukunftsfähige, nachhaltige Gesellschaft. Für die Wirtschaft ist die Shareconomy etwas anderes: ein mögliches Geschäftsmodell für die Zukunft.

Internet der Dinge
“Das Internet der Dinge wird kommen – darin waren sich alle Diskussionsteilnehmer einig”, resümiert Luca Caracciolo von t3n eine Diskussionsrunde auf der CeBIT zum “Internet der Dinge”. Worum geht es dabei? Nicht nur Menschen sondern auch Geräte wie Kühlschränke, Waschmaschinen oder Mähdrescher sollen einen Internetzugang bekommen und sich untereinander austauschen. Das neue Internetprotokoll IPv6 ermöglicht dies. Uns könnte so ein Kühlschrank z. B. Routinekäufe abnehmen, in dem er Milch und Butter automatisch nachbestellt, wenn sie verbraucht sind. Im Energiebereich ließe sich ein Smart Grid einrichten, um Strom und CO2 zu sparen. Kombiniert mit Maßnahmen im Verkehr oder in der Landwirtschaft könnte viel C02 eingespart werden. Schätzungen gehen davon aus, dass sich durch die stärkere Vernetzung von Geräten jährlich 9,1 Gigatonnen CO2 gespart werden könnte. Das enspricht den Emissionen der USA und Indien zusammen..

Big Data
Auf unserem Weg durchs Netz produzieren wir Daten. Dauernd und extrem viele. Für die rasant wachsende Datenmenge steht Big Data, was für Forschung und Wirtschaft ganz neue Möglichkeiten schafft und gleichzeitig elementare Fragen des Datenschutzes aufwirft. “Der Siegeszug von Big Data” reicht so weit, dass Experten teilweise von “Daten als neues Öl” sprechen.

3D-Drucker
3D-Drucker könnten eine Mondbasis ausdrucken. Viele sehen im 3D-Druck ein immenses Potential. Die Geräte werden kleiner, handhabbarer, günstiger und damit zunehmend eine Option für den Hausgebrauch. So könnten wir uns künftig viele Produkte zu Hause ausdrucken, statt sie im Laden zu kaufen. Die Baupläne gäbe es im Internet.

Cloud Computing
Cloud Computing ist nicht nur ein Buzz-Word sondern auch ein wachsender Markt: Um 47 Prozent soll der Umsatz im laufenden Jahr wachsen : auf 7,8 Milliarden Euro. Gegen das Cloud Computing gibt es gut begründete Bedenken; Stichwort mangelnde Sicherheit. Neue Tools, wie OmniCloud vom Fraunhofer SIT sollen die Cloud-Nutzung in Zukunft sicherer machen.

CeBIT konkret

Es gab natürlich jede Menge Ideen und Prototypen zum Anfassen auf der CeBIT. Die besten grünen Ideen hat die Wirtschaftswoche in einem Live-Blog vorgestellt. Die “FAZ” stellt ihre Auswahl unter dem Motto “Technik für eine bessere Welt” online. Insgesamt 100.000 EUR Preisgeld für ihre “kreativen Techniklösungen” erhielten vier Forschergruppen aus Deutschland. Ihre Ideen: die Nutzung vieler Bildschirme als gemeinsames Display, ein durchsichtiges Handy, der Modeladen der Zukunft und eine gestengesteuerte Plattform für interaktives Fernsehen.

Fraunhofer auf der CeBIT

Fraunhofer hat auf der CeBIT 30 Exponate gezeigt und sich u. a. damit beschäftigt, wie das Leben in der Stadt einfacher und sicherer werden kann – z. B. mit einem Smartphone als sicherer Türöffner. Wie im vergangenen Jahr bloggte ein Team von Fraunhofer live von der CeBIT.

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