Sonnenenergie, gespeichert in Rost

Alternative Energie zu produzieren ist nur der erste Schritt. Die Energie muss vor allem irgendwo gespeichert werden. Ganz besonders, wenn es sich um Wind- oder Sonnenenergie handelt, die nicht ständig verfügbar ist. Wissenschaftler von der ETH Lausanne in der Schweiz haben sich dazu nun eine neue Methode ausgedacht. Sie benutzen Eisenoxid, – besser bekannt als Rost – um Sonnenenergie zu speichern. Ihr System benutzt die Energie der Sonne, um mithilfe von Rost Wasserstoff aus Wasser zu produzieren.

Noch ist das Gerät nicht sehr effektiv. Nur 1,2 Prozent des Sonnenlichts werden verwertet. In Zukunft soll der Wirkungsgrad aber deutlich gesteigert werden können.

Florian Freistetter

Florian Freistetter ist Astronom. Er promovierte am Institut für Astronomie der Universität Wien und hat danach an der Sternwarte der Universität Jena und dem Astronomischen Rechen-Institut in Heidelberg gearbeitet. Zur Zeit lebt er in Jena, arbeitet dort an der Dynamik der extrasolaren Planeten, ärgert sich mit den Details der DFG-Antragstellung herum und bloggt über Wissenschaft.

2 Antworten

  1. Julius

    Diese Art von Energiespeicherung kann auch schon unterstützt werden, Greenpeace Energy forscht seit einigen Jahren bei der Speicherung von Windstrom im Gasnetz, dazu ein sehr interessantes Filmchen über das sog. Windgas:
    http://www.greenpeace-energy.de/engagement/unsere-gasqualitaet.html

  2. HelmutS

    Ich bin immer erstaunt was die Forschung schafft um unser Energieproblem zu lösen. Hoffentlich geht es schnell voran.