Pflanzliches Speiseeis mit Lupinenprotein und Rapsöl

 

Endlich Eisdemokratie

Eiscreme ist ein komplexes Mehrphasensystem aus flüssigen und festen Bestandteilen sowie Luft, dessen angenehmes Mundgefühl, Schmelzeigenschaften und Stabilität maßgeblich durch die als Emulgatoren und Stabilisatoren wirkenden Milch- und Eibestandteile bewirkt werden. Personen mit Unverträglichkeiten gegenüber Milch- oder Eibestandteilen finden auf dem Markt noch kein qualitativ entsprechendes Produktangebot auf Basis rein pflanzlicher Bestandteile. Fokussiert auf die Nachhaltigkeit der Zutaten und eine hohe ernährungsphysiologische Wertigkeit des Produkts ist es den Wissenschaftlern des Fraunhofer-Instituts für Verfahrenstechnik und Verpackung gelungen, ein neuartiges Herstellungsverfahren zu entwickeln. Dabei werden Milchproteine durch Proteine der heimisch angesiedelten Lupine angustifolius L. var. Boregine, Lactose durch Maltodextrine und Milchfett durch pflanzliche Fette, davon ein signifikanter Anteil Rapsöl, ersetzt.

Anspruchsvoll war besonders die Entwicklung des Proteinisolierungsverfahrens aus Lupinensamen unter Erhalt eines sensorisch ansprechenden, oxidativ stabilen und funktionell optimierten Proteinprodukts. Die Extraktion von geschälten, flokierten und entölten Lupinensamen, anschließende Proteinfällung und Sprühtrocknung des neutralisierten und pasteurisierten Produkts führen in diesem Verfahren zu einem Proteinisolat, das im Vergleich zu Magermilch- und Molkepulver gleichartige signifikant bessere Emulgiereigenschaften aufweist. Seine Emulgierkapazität ist mit 900 mL/g im Vergleich zu 360 bzw. 425 mL/g von Magermilch- bzw. Molkepulver mehr als doppelt so groß. Die Fraktionen α, β und δ- Conglutin des Lupinenproteins bewirken die außerordentlichen Stabilisierungs- und Emulgatoreigenschaften und können diese Funktion vollständig in der Speiseeismatrix übernehmen.

Das neuartige entwickelte Herstellungsverfahren für Lupineneis bewirkt zudem eine Stabilisierung der oxidationsempfindlichen ungesättigten Fettsäuren des Rapsöls. Das in Kürze auf dem Markt erhältliche hedonisch hoch bewertete Resultat ist ein cremiges Speiseeis mit geringerem Fett- und Zuckergehalt im Vergleich zu üblichen Produkten. Es ist frei von Milchproteinen, Laktose sowie Cholesterol.

Völlig anders als in der Zeit, als schlumpffarbenes Eis erfunden worden ist, gibt es seit Längerem einen deutlichen Trend hin zu naturbelassenen Lebensmitteln. Das ist gut und richtig. Aber dabei wird oft übersehen, dass nicht alles, was wir essen wollen, an Bäumen wächst, wo es von singenden Bauern in deiner Region auf handgeschnitzten Holzleitern unbehandelt in Weidekörbchen hineingepflückt und mit der Kutsche zum nächsten Biomarkt transportiert wird.

Vielmehr ist es so, dass einige Lebensmittel ohne die entsprechende Technologie überhaupt nicht existieren würden. Zum Beispiel Speiseeis. Schon die Konsistenz von Speiseeis ist ein mittleres Wunder der Lebensmitteltechnologie. Das kann jeder nachvollziehen, der mit acht Jahren mal seinen Lieblingskakao eingefroren hat und drei Stunden später wider Erwarten kein Schokoeis, sondern knirschigen Milchschnee ohne jeden Geschmack vorgefunden hat.

Aber die Herstellung von essbarem Eis braucht besondere Milchbestandteile und oft auch Emulgatoren, die beispielsweise aus Eiern gewonnen werden. Dagegen hat niemand etwas, außer denen, die keine Milch und kein Ei essen. Das ist der Grund, weshalb sommers viele Leute traurig an den langen Eisbudenschlangen vorbeilaufen – sie vertragen kein Eis, vor allem wegen Laktoseintoleranz, einer Milchunverträglichkeit. Die Eisschlangenteilnehmer ahnen oft nichtmal, dass in Deutschland geschätzt zwischen 15 und 25% damit zu kämpfen haben. Zumindest in unserem Sonnensystem ist Laktoseintoleranz sogar der Normalfall: unglaubliche 75% der Weltbevölkerung leiden darunter mehr oder weniger stark.

Eisessen – ein Luxus der laktosetoleranten Elite. Aber jetzt wird Eis ein bisschen oder sogar sehr viel demokratischer. Mit einem so komplizierten Verfahren, das bisher niemand entdeckt hat, schafft es das Fraunhofer Institut IVV vereinfacht formuliert, Milch und Ei durch Lupinen und Raps zu ersetzen. Zwei Pflanzen, die nebenbei gesagt auch noch wirklich attraktiv blühen und duften, das ist ja nicht ganz unwichtig. Man stelle ich sich vor, die europaweit angebaute Nutzpflanze der Zukunft wäre grotesk hässlich und würde nach Gerberei stinken wie etwa die Aasblume Rafflesia arnoldii. Hässliche Blumen haben es auch im echten Leben schwer.

Aber zurück zum Speiseeis: das lupinen- und rapsbasierte Ergebnis ist nicht nur gesünder, weil es keine tierischen Fette mehr enthält. Weil Lupinen und Raps ihren Cremigkeits-Job wesentlich besser machen als Milch und Ei, muss auch nur weniger Zucker und Fett zugesetzt werden. Und schließlich kann auch eine der benachteiligtsten Gruppen unter den Ernährungssonderlingen endlich Eisessen: die Veganer. Das entstehende Eis ist nämlich rein pflanzlich. Endlich Eisdemokratie.


Sascha Lobo

Sascha Lobo ist Autor und Strategieberater; Details finden sich unter http://saschalobo.com/ich

Eva Kirchhoff

Eva Kirchhoff
Eva Kirchhoff ist seit 2008 als Lebensmittelchemikerin am Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV tätig. Sie promovierte an der TU München und arbeitete langjährig an der Deutschen Forschungsanstalt für Lebensmittelchemie.

43 Antworten

  1. Pingback: Erklärung zum Start des forschungs-blog.de | Forschungs-Blog

  2. Martin

    Gibt es schon Herstellung und Vertrieb oder ist doch noch zu neu?

  3. Sascha Lobo

    Das Eis sollte ursprünglich im Frühjahr auf den Markt kommen, und es ist ja schon Frühjahr zu einem guten Teil. Ich würde dann einfach mal nachfragen und vielleicht einfach einen Artikel schreiben, wenn es da ist. Aber natürlich nur, wenn es schmeckt.

  4. Pingback: Sascha Lobo betreibt Dualblog: Marketing-Gag, auf den man ruhig reinfallen darf | Basic Thinking

  5. Michael

    Das Eis ist steht im Kühlhaus. Meine Kollegen vom Fraunhofer IVV und der Prolupin GmbH haben es schon verkostet. Wir sind überzeugt und zufrieden. Es wird im Handel bei EDEKA Süd und Süd-West am 9. Mai eingeführt. Eine grobe Karte, in welchen Gebieten das Eis zu kaufen sein wird, steht auf der Seite: http://www.lupiness.de/lupinesse-eis-handel.html, sowie weitere Informationen zu den Eissorten und der Lupine.

  6. Dual-Blogging scheint mir eine Geburt aus der Angst der Wissenschaftler es einmal richtig und selbst zu erklären. Stimmt’s? Eine Totgeburt denke ich.

    Diese Angst spiegelt sich auch in der Rekrutierung von Lars Fischer und Florian Freistetter. Ich schätze beide sehr und als Berater sicher zusammen mit dem – nicht minder geschätzten – Speiseeisexperten Sascha Lobo ein Gewinn (ich bin fast sicher, keiner der drei hat Dual-Blogging erfunden). Aber statt von externen Wissenschaftsbloggern hier was zu lesen, wünsche ich mir von Autoren “aus der Mitte der 18.000 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Fraunhofer-Gesellschaft” Beiträge aus erster Hand.

    Dafür viel Erfolg und den Mut!

  7. knut

    Toll, Raps blüht also sehr schön, warum muss man so dermaßen verdummend schreiben? Sachlichkeit ist doch wichtiger, Raps hat eine ganze Menge Nachteile, es macht z.B. den Boden kaputt, Bauern haben ne Menge Arbeit ein ehemalies Rapsfeld wieder mit Nährsoffen anzureichern, das kann Jahre dauern. Also bitte nicht so ein blumigen Käse schreiben, sondern wissenschaftlich bleiben, danke.

    • Nivi

      Es ist doch sehr erstrebenswert ein pflanzliches Eis herzustellen, denn dafür muss kein Tier leiden. Für die Milchproduktion leiden nämlich Kühe und Kälber und die Umwelt wird durch die Massentierhaltung wesentlich mehr belastet als durch Raps (wobei ich deine Anmerkung durchaus wichtig finde, es gibt aber nicht nur diesen Standpunkt) ich begrüsse sehr jedes neue tierfreie Lebensmittel auf dem Markt!

  8. Rene

    Interessanter und gut gemachter Artikel, der mich ganz neugierig auf das “neue” Eis gemacht hat. Wenn es im Handel verfügbar ist, werde ich es testen – versprochen!

  9. Hmm, Dual-Blogging – interessant.. Doch wünschte ich mir eher irgendwie einen Mittelweg. Links viel zu technisch (ich musste lachen bei “hedonisch hoch bewertet”) und die “Übersetzung” rechts kommt mir irgendwie zu krampfhaft locker rüber. Klar, was soll man schon schreiben wenn bei einem Eis Milch und Ei durch pflanzliche Stoffe ersetzt werden… “Schlumpffarben, Eisdemokratie” und der Schülerzeitungsverdächtige Satz “Mit einem so komplizierten Verfahren, das bisher niemand entdeckt hat” werfen bei mir jedoch eher die Frage auf wo (TH) ich hier gelandet bin?

  10. Florian

    Schön dass sowas fundiert erforscht wird. Nachhaltigkeit muss auch Spaß machen – und SCHMECKEN!
    Wer das Ganze schon mal vorab aus einer nicht-technischen, nicht-strukturiert erforschten Seite probieren möchte, kann das in Stuttgart bei Coox & Candy tun. Die haben durch eigenes experimentieren in der Küche ebenfalls ein veganes (Soft-)Eis kreiert.http://www.facebook.com/photo.php?fbid=147426865322444&set=a.122993467765784.20017.108632669201864&type=1&comments

  11. Sascha Lobo

    Der “schülerzeitungsverdächtige Satz” stammt von mir; es handelt sich dabei um einen sogenannten Scherz, auch Gag, in der Unterhaltungs-Tradition des Supatopcheckerbunny.
    Vgl. http://www.supatopcheckerbunny.de/

  12. Tim

    So so, tierischen Fette sind ungesund, und Zucker und Fett ist auch des Teufels. Sowas stand im Ursprungsartikel nicht drin. Woher hat Dr. med. Lobo diese Erkenntnis? Die “Lipid-Hypothese” genannte Theorie, nach der ein direkter, strenger Zusammenhang zwischen der Menge an gesättigten Fetten und Cholesterin in der Nahrung einerseits und der Häufigkeit von Herzkranzgefäß-Erkrankungen andererseits besteht wird seit einiger Zeit in Zweifel gezogen, Auch die Wirkung des Fetts wird von Ernährungswissenschaftlern und Medizinern nicht so kritiscvh geshen, wie es die Lenemsmittelindustrie und die Pharmakonzerne es uns täglich medial um die Ohren hauen. Siehe auch hier: http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,753038,00.html oder http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-70940398.html

  13. Sascha Lobo

    Lieber Tim, Sie wissen es natürlich nicht, aber ich habe erst drei Jahre lang Biotechnologie/Lebensmitteltechnologie an der TU Berlin studiert, bevor ich endlich bemerkte, dass ich zu Niederem berufen bin (Werbung). Das ist natürlich nicht viel, man muss sogar von “wenig” sprechen – aber es reicht immerhin aus, um Fachartikel lesen und zu etwa 70% verstehen zu können. Völlig abgesehen davon bitte ich Sie, den abschätzigen Ton etwas zu mäßigen, wir wollen hier freundlich miteinander umgehen. Sie sind eingeladen, Ihr Wissen einzubringen, alle sind eingeladen – aber eben auf eine Weise, mit der andere etwas anfangen können. Das funktioniert, wenn ich Ihnen gegenüber diese Alltagsweisheit einmal anbringen darf, nicht so gut, wenn man von Anfang an gehässig wird, Sie verstehen?

    Ihre Formulierungen “wird seit einiger Zeit in Zweifel gezogen” und “wird von Ernährungswissenschaftlern und Medizinern nicht so kritisch gesehen” kann man in wirklich jedem wissenschaftlichen Kontext bishin zu Zweifeln an der Kugelförmigkeit der Erde verwenden, es handelt sich um Weasel Words:
    http://en.wikipedia.org/wiki/Weasel_word

    Was den Inhalt angeht – wenn Sie meinen Text genau lesen, bemerken Sie, welche Behauptungen überhaupt darin stehen:
    • pflanzliche Fette sind (i.d.R.) gesünder als tierische
    • weniger Zucker- und Fettzusatz ist gesünder

    Beide Aussagen werden – natürlich – von irgendjemandem in Zweifel gezogen, entsprechen aber durchaus dem Stand der Wissenschaft außerhalb verschwörungstheoretischer Tendenzen. Die übrigens in ihrem Kommentar ungünstig durchscheinen, wenn Sie raunend von “Lebensmittelindustrie und Pharmakonzernen” schreiben.

    Dass Fett an sich nichts schlimmes ist, im Gegenteil, ist absolut wahr – es steht aber auch nichts derartiges im Artikel. Nur zuviel vom falschen Fett ist ungünstig, und da sprechen die Zahlen eine eindeutige Sprache, nämlich dass in vielen westlichen Ländern der Anteil der tierischen Fette an der Ernährung im Volksdurchschnitt höher ist als vermutlich gesund wäre.

    Schließen möchte ich aber selbstredend versöhnlich, lieber Tim: Sie scheinen ja, wenn Sie sich mit der “Lipid-Hypothese” auskennen, einiges Fachwissen angehäuft zu haben: möchten Sie das nicht in einem längeren Kommentar einbringen, ob – und wenn ja wie – es sinnvoll sein kann, aus Ihrer Sicht, in Nahrungs- und Genussmitteln des Alltags tierische Bestandteile durch pflanzliche zu ersetzen?

  14. Pingback: ist es legal, handys zu entbranden? : Multimedia Stars

  15. dereismann

    so na fein …
    Wollte ich gleich mal was neues ausprobieren … und ein Eis kreieren.
    aber wo bekomme ich den das Lupinenprotein her?
    Was ist das besondere (patentierte) die Herstellung des LP? die Eisherstellung?
    oder die Herstellung mit dem Rapsöl?
    Kann man nicht einfach Handelsübliche LP nehmen?

    bin gespannt wer da Antworten kann dereismann Andreas

    • Michael

      Ausprobieren, Kreieren und vor allem Probieren! Wir fanden letzteres in der Entwicklung immer am spannendsten – schmeckt’s oder nicht. Ohne Deine Motivation zum Eisherstellen schmälern zu wollen, aber das in der Eiscreme verwendete Protein ist nicht im Handel erhältlich. Wir haben die Eisherstellung nicht neu erfunden,vielmehr ist das besondere an dem patentierten Verfahren die Gewinnung des Proteins mit den für die Eisherstellung wichtigen Eigenschaften, zu emulgieren und einen Schaum zu bilden. Geschmacklich soll es auch neutral sein und dem Eis keinen Eigengeschmack geben. Für den Hausgebrauch empfehle ich als emulgierendes und schaumbildendes Protein auf Eigelb für die Eisherstellung zurück zugreifen. Rapsöl haben wir ausgewählt, weil es ernährungsphysiologisch positiv bewertet wird und das Eis dadurch cremiger wird. Öle besitzen einen niedrigeren Schmelzpunkt als Fett. In Micheis ist der Fettbestandteil Butter, die bei Raumtemperatur noch fest ist, Öle sind aber flüssig. Mit der Mischung aus Ölen und Fetten kann man das Abschmelzen sowie das Mundgefühl einstellen. Viel Spaß beim Ausprobieren.

      • dereismann

        hey Danke Michael!, Ich mache schon fast zwanzig Jahre Eis … also probieren ist Ok auch Eisrezepte zu balancieren ist mir nicht neu. Mir ging es halt darum wo genau das mit dem Patent liegt. wäre es die Herstellung der Eiscreme hätte ich daran arbeiten können. Aber so … Ich hatte gehofft das hier nehmen zu können http://www.vita-shop.de/product/95/proteinpulver-(lupine)-250g.html Na ja dann muss ich halt abwarten bis Ihr das Lupinenprotein verkauft :-)
        Rapsöl verwenden wir üblicherweise in der Handwerklichen nicht, weil es deklarierungspflichtig wäre (Pflanzenfettanteil). Ich bringe tatsächlich meinen Fettanteil mit (Süßrahm-)Butter hin. Der Schmelzpunkt wird mit Zucker (bzw. bei einigen Eissorten eben auch durch Alkohol) ausgewogen.
        Das emulgieren und der Aufschlag (Schaumbildung) ist auch wichtig jedoch nicht so wie bei der industriellen Eisherstellung. In der Handwerklichen Produktion kommen wir ca. auf 30% Overrun (Natürlich nicht beim Sorbet da ist fast gar kein Aufschlag).
        Schön wäre es gewesen ein Eis machen zu können ohne Milch. Es dann mit Stevia(-Tee) zu süßen – damit ein Lebensmittel anzubieten das eine ganz neue Zielgruppe ansprechen würde.
        Also werde ich erst mal dabei bleiben müssen das Speiseeis als Grundnahrungsmittel (wie in den USA seit 1917) zu verteidigen und es in Deutschland auch als solches zu etablieren und nicht als Süßigkeit zu verdammen. Eis enthält ja sonst auch sehr wichtige Zutaten Milch – ; Energielieferant – Zucker – ; Vitamine und und und
        Also dann nochmals Danke dir Michael weiterhin viel Erfolg und Spaß beim kreieren und probieren. Ach eene Frage hätt ich da noch … warum haben eure Eissorten keene deutschen Namen? http://www.lupiness.de
        bis dahin einen schönen Mai allen
        Andreas derEismann aus berlin

        • Michael

          Entwickeln können wir, aber zum Vermarkten haben wir uns beraten lassen. Die Namen sind also vom Marketing geprägt.
          Viele Grüße Michael

  16. Martina

    Na fein, noch ein Eis, das ich nicht essen kann … wie die meisten im Handel und an den Eisdielen gewöhnlich auch. Es gibt Leute mit einer Sojaunverträglichkeit, Lupinenprotein ist genauso Gift für mich wie noch ein paar andere Zusätze – weshalb ich lerne, Eis selbst zu machen – aber Dualblogging ist schon gelungen!
    Das hat etwas, ein dickes Lob, auch für die herrliche Gegenüberstellung, pointiert ist wohl das richtige Wort. Mir liegt ja der linke Text mehr, aber so … :-)) Bin gespannt.

  17. stefle

    Ich kann dem Kommentar von Zersendet nur zustimmen. Hier wird etwas krampfhaft ein Gegensatz konstruiert. Es entsteht der Verdacht, dass die Autoren ihre Formulierungen bewusst nach dem Konzept ausrichten. Fehlt nur noch, dass auch die Themen nach diesem Konzept ausgewählt werden. Das könnte dann irgendwann zu sehr nach Fake riechen.

    Für unterhaltsame Wissenschaft gibt es bereits andere Sparten. Worum geht’s hier eigentlich? Das Problem verständliche Sprache? Ist es effizient, deshalb an jedem Thema zwei Autoren arbeiten zu lassen? Soll man beide Artikel lesen? Tims Einwand ist durchaus berechtigt: Die Artikel sind inhaltlich verschieden.

    Wie wär’s mit einer Zweitverwertung in Sprachblogs?

    Witzig, wie gereizt Sascha Lobo hier auf das Gebashe reagiert. Locker bleiben!

    • dereismann

      Verständlich … das nicht jeder etwas mit allen anfangen kann und mäklet … Wortklauberei – Erbsenzähler u.a.
      “Ergebnis ist nicht nur gesünder, weil es keine tierischen Fette mehr enthält” wer damit meint jemanden gefunden zu haben der schreibt das Milch ungesund sei … hihihi
      hat natürlich recht (auf den Artikel bezogen) das es für Menschen mit einer “Laktoseintoleranz, einer Milchunverträglichkeit” nicht gesund ist Mich zu sich zu nehmen. Auch nicht im Eis.
      Ansonsten: Aus: Uwe Heimfeld: Ich bin dafür! 44 Mutmacher für den Alltag. Neufeld-Verlag 2008
      “Erbsenzähler

      von Uwe Heimfeld

      Ich mag sie nicht. Diese kleinkarierten Wesen, die stets und ständig was zu nörgeln, zu kritteln und zu verbessern haben. Diese Menschen, denen nichts gut genug und schon gar nichts genau genug ist. Die sich an winzige Kleinigkeiten klammern und in Wortklaubereien verlieren. Erbsenzähler halt.”
      ales hat doch aber auch sein gutes – oder?
      Andreas der EisMann aus Berlin

    • Solveig Wehking Solveig Wehking

      Man muss das Dual-Blogging ja nicht mögen, allerdings werden die Themen durch die Wissenschaftstexte gesetzt. Die Themen sind anspruchsvoll, die Studien und Verfahren alles andere als einfach und dementsprechend hat sich in jeder Disziplin eine Wissenschaftssprache entwickelt, mit eigenen Theorien und definierten Begriffen etc. Die Kommunikation unter Wissenschaftlern wird dadurch vereinfacht. Und genau das macht es schwierig für Außenstehende, sie zu verstehen. Aber das ist ja nichts Spezielles für die Wissenschaft – auch der Austausch ambitionierter Mountain-Biker z. B. setzt auf viele Fachbegriffe. Dann weiss man wenigstens untereinander, was gemeint ist.

      Es geht bei diesem Blog also weniger darum, die wissenschaftlichen Texte im Detail nachzuvollziehen, sondern darum, lesen zu können, wie Forschung in den unterschiedlichen Disziplinen aussieht. Mit welchen Fragen und Lösungswegen beschäftigen sich die Forschenden? Wie wird vorgegangen, um eine Lösung zu finden? Wer daran keinen Spaß hat, muss es ja nicht lesen oder liest den danebenstehende Text, der das Thema nah an den eigenen Alltag rückt, ohne auf Sachkenntnis zu verzichten. Das geschieht im Stil von Sascha Lobo und wer auch das nicht mag, hat vielleicht Spaß an den Artikeln, die nicht im Dual-Modus geschrieben sind. Auf jeden Fall freuen wir uns über Kommentare, positive und kritische, um das Blog weiterzuentwickeln.

  18. Pingback: Ja gut, aber … » Link-Ausschüttung KW 17/11

  19. Andreas

    unabhängig jetzt mal vom Dual-Blogging; ich habe das Eis gestern in meinem Edeka entdeckt und es ist *verdammt* lecker. (zumindest Schoko)
    Schade, dass “Erdbeer” mit echtem Karmin ist; und damit auch nicht mehr “rein pflanzlich”

    • Michael

      Danke für das Lob! Der prozentuale Anteil an Karmin im Eis ist sehr gering und Karmin ist nur in einer Zutat enthalten. Eine Alternative auf das Karmin verzichten zu können ist gefunden. Wir werden versuchen es schnellst möglich in der Produktion umzusetzten.

  20. Vera Münch

    Tolle Idee – den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ihre Sprache lassen, aber ihre Arbeit trotzdem verständlich machen. Könnte ein Weg sein.
    Ich mache mit!
    An der “Eisdemokratie” müssen wir aber noch etwas arbeiten. Und wie das Problem mit den unterschiedlichen Längen gelöst werden kann, steht auch noch auf dem Arbeitsprogramm.

  21. Habe Kohlenhydratmalabsorption und würde gerne mal das Eis auf Lupinensamenbasis probieren. Ist das schon im Handel erhältlich?

    Gruß, Ralf

  22. Solveig Wehking Solveig Wehking

    Hallo Ralf – das Eis gibt es bei Edeka. Wohnst Du im Süden von Deutschland?
    Gruß, Solveig

    • Solveig Wehking Solveig Wehking

      Hier die Info meines Kollegen vom April: Es wird im Handel bei EDEKA Süd und Süd-West am 9. Mai eingeführt. Eine grobe Karte, in welchen Gebieten das Eis zu kaufen sein wird, steht auf der Seite: http://www.lupiness.de/lupinesse-eis-handel.html, sowie weitere Informationen zu den Eissorten und der Lupine.

  23. Dual Blogging, was für eine schöne Idee und auch schöne Übung für die beteiligten Wissenschaftler sich so einer schönen bildhaften Sprache wie die von Lobo anzueignen um ihren wissenschaftlichen Diskurs zu verbreitern und zu demokratisieren. Wirklich sehr schön und vermutlich müssten sich die einen oder anderen Doktoren einen Werbefuzzi als Ghostwriter halten oder zählt das dann schon unter Plagiat?

    • Solveig Wehking Solveig Wehking

      Die Möglichkeit, viele Facetten eines Themas kennen zu lernen macht hoffentlich den Reiz aus; also von den rein wissenschaftlichen Fakten bis hin zu den Aspekten eines Themas, die uns alle mehr oder weniger betreffen.

  24. Pingback: (Deutsch) Ein paar Gedanken zum neuen Fraunhofer-Forschungsblog | Marco T.

  25. die forschung naeher an den oeffentlichen diskurs zu ruecken halte ich fuer eine gute idee. innovative produktentwicklungen kuenftig schneller aus den forschungsdlabors in neue maerkte zu bringen ebenso. aber das anliegen dieses dualen forschungsblogs kommt trotz exempel nicht wirklich klar rueber:

    das obige beispiel zeigt mir zwar, dass sascha lobo in der lage ist, einen wissenschaftlichen text zu popularisieren. das kann jeder normale online-redakteur aber auch. gut, sascha lobo hat es selbst geschafft eine bekannte marke mit hohem aufmerksamkeitswert zu werden (was bei einem neuen vorhaben wie diesem auch nicht schaden kann). aber warum dann diese etwas strange anmutende duale textform?

    muesste die rechte spalte nicht betitelt werden als werbeeinblendung („sascha lobo empfiehlt neues demokratische speiseeis“). gerade subtil kontextspezifische werbestrategien benoetigen fairness in form von transparenz.

    oder, wenn das anliegen eingentlich co-creative produkt- und marktenwicklung ist, warum regt sascha lobo dann nicht zusaetzlich zum populaeren dualtext den diskurs im blog durch interessante problem- und fragestellungen zum produkt an?

    ich weiss, es ist nicht einfach, denn es geht hier um ein neues, sehr spezifisch zugeschnittenes kommunikationsformat. aber wofuer auch immer ihr euch entscheidet: erfolgreich kommuniziert man am besten mit klarheit und transparenz.

    vielleicht hilft dieser link weiter… http://tinyurl.com/7r9hapn

    viel glueck
    wuenscht die kommunikationstheoretikerin

    • Solveig Wehking Solveig Wehking

      Die Dual-Artikel sind ja recht unterschiedlich, am Besten mal auf die Kategorie Dual klicken, da gibt es von Grundlagenforschung bis zu produktnahen Texten eine breite Spanne. Und das Grundanliegen des Blogs, Forschungsergebnisse schneller fruchtbar zu machen, wird über die verschiedenen Teile abgedeckt; so z. B. das Januar-Voting zu einer Kunststoffverpackung, die noch gar nicht auf dem Markt ist, sondern als technischer Prototyp fertig ist. Und um das auch noch einmal zu betonen, Sascha Lobo ist einer der Autoren, es gibt noch viele andere ,-)

  26. franzschober

    Freu mich auf das neue Speiseeis. Bin Laktose intolerant… DANKE!

  27. Marion

    Eine wirklich gesunde (ohne Zucker) vegane und glutenfreie Eisalternative gibt es doch schon lange von Booja Booja. Wer Booja Booja probiert hat, dem schmeckt kein anderes Eis mehr ;-)

    http://www.boojabooja.de/content/ice_cream.htm

  28. Johanna Zierl

    Hallo, ich bin Diabetikerin (insulinpflichtig). Daher interessiert mich: 100 g = ??? Kalorien / = ??? BE ? Schon heute danke für Ihre Antwort an meine Mailadresse. Freundliche Grüße sendet Ihnen JZ aus MB

  29. Solveig Wehking Solveig Wehking

    Hallo Johanna – ich frage mal bei den Kolleginnen nach und poste die Antwort dann. Das ist sicher auch für andere interessant!

    • Johanna Zierl

      Liebe Solveig, vielen lieben Dank für die Info. Aber ich denke mal, das ist nix für Diabetiker. Für alle, die es interessiert: Kohlehydrate : 12 = BE. Also ganz einfach auszurechnen.
      Liebe Grüße aus MB

  30. Solveig Wehking Solveig Wehking

    Unter folgendem Link gibt es die Angaben und für zwei Sorten, s.u.
    http://www.lupinesse.de/lupinesse-eis-choco-flakes.html

    Sorte Choko-Flakes:
    Durchschnittliche Nährwerte

    pro 100 g pro 100 ml
    Energie (kcal) 242 138
    Energie (kj) 1011 578
    Eiweiß (g) 3,3 1,9
    Kohlenhydrate (g) 29,2 16,7
    davon Zucker (g) 17,8 10,2
    Fett (g) 12,1 6,9
    davon gesättigte Fettsäuren (g) 9,6 5,5
    Ballaststoffe (g) 1,3 0,8
    Natrium (g) 0,1 0,06

    Sorte Strawberry-Mousse (http://www.lupinesse.de/lupinesse-eis-strawberry-mousse.html)
    Durchschnittliche Nährwerte

    pro 100 g pro 100 ml
    Energie (kcal) 208 120
    Energie (kj) 873 504
    Eiweiß (g) 2,4 1,3
    Kohlenhydrate (g) 29,8 17,3
    davon Zucker (g) 19,8 11,5
    Fett (g) 8,7 5,0
    davon gesättigte Fettsäuren (g) 7,0 4,0
    Ballaststoffe (g) 0,5 0,3
    Natrium (g) 0,1 0,06

    Die alte Einheit BE (Broteinheiten) zur Umrechnung des blutzuckerrelevanten Kohlenhydratanteils ist abgeschafft worden. Wir haben hier nur die Angabe über den jeweiligen Kohlenhydratanteil.

  31. Pingback: Lupinie | Ach, Kinders ...