Kleine Veränderungen sichtbar gemacht: Eine neue Technik zur Videobearbeitung

Manche Dinge sieht man nur beim genauen Hinsehen; und oft langt nicht einmal das: Das Blut in unseren Adern pulsiert ständig – diesen Pulsschlag können wir aber nur fühlen und selten direkt sehen. Eine neue Technik zur Bildbearbeitung macht solche Änderungen nun sichtbar. Hao-Yu Wu vom MIT Computer Science and Artificial Intelligence Laboratory und seine Kollegen haben ein Verfahren entwickelt, mit dem sich subtile Veränderungen in Videos sichtbar machen lassen. Das kann der Pulsschlag des Blutes sein – oder das sanfte Atmen eines Babys, das man nun auch auf Überwachungskameras klar und deutlich sehen kann – zur Beruhigung vieler Eltern… Die Technik funktioniert in Echtzeit und erlaubt es sogar, bestimmte Änderungsraten gezielt zu selektieren und zu verstärken:

Florian Freistetter

Florian Freistetter ist Astronom. Er promovierte am Institut für Astronomie der Universität Wien und hat danach an der Sternwarte der Universität Jena und dem Astronomischen Rechen-Institut in Heidelberg gearbeitet. Zur Zeit lebt er in Jena, arbeitet dort an der Dynamik der extrasolaren Planeten, ärgert sich mit den Details der DFG-Antragstellung herum und bloggt über Wissenschaft.

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