Einen Hubschrauber mit Gedanken lenken

Fernsteuerungen sind heute nichts besonderes mehr. Vor 30 Jahren musste man noch aufstehen, um am Fernsehapparat den Kanal zu wechseln, heute gibt es kein Gerät mehr, das nicht per Fernsteuerung bedient werden kann. Fernsteuerungen kommen in der Industrie genauso zum Einsatz wie im Spielzeug der Kinder. Trotzdem müssen wir die Fernsteuerung immer noch bedienen. Wir müssen Knöpfe drücken und Hebel bewegen, an Rädern drehen und Schalter umlegen. Aber vielleicht nicht mehr lange.

In Zukunft könnte es möglich sein, Geräte direkt mit unseren Gedanken zu steuern. Je nach dem, wie und was wir denken, ändern sich die Ströme, die durch unser Gehirn fliessen. Eine spezielle Software kann diese Muster lesen und in Steuerungsimpulse für die Fernsteuerung umwandeln. Natürlich ist diese Technik weit davon entfernt, echte “Gedanken lesen” zu können. Aber es ist zumindest schon möglich, damit einen Spielzeughubschrauber zu lenken:

Florian Freistetter

Florian Freistetter ist Astronom. Er promovierte am Institut für Astronomie der Universität Wien und hat danach an der Sternwarte der Universität Jena und dem Astronomischen Rechen-Institut in Heidelberg gearbeitet. Zur Zeit lebt er in Jena, arbeitet dort an der Dynamik der extrasolaren Planeten, ärgert sich mit den Details der DFG-Antragstellung herum und bloggt über Wissenschaft.

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