Ein vertikaler High-Tech-Garten im Zoo

In einem Zoo findet man nicht nur Tiere, sondern idealerweise auch Pflanzen. Denn viele der Tiere sind Pflanzenfresser und brauchen täglich Nahrung, je frischer desto besser. Und wenn der Zoo die pflanzliche Nahrung selbst anbaut, ist sie so frisch wie möglich. Sie kann direkt verfüttert werden, ohne lange Transportwege und aufwendige Kühlung. In vielen Zoos ist für große Felder oder Gewächshäuser aber kein Platz. Der Paignton Zoo in Großbritannien hat für dieses Problem ein bemerkenswerte Lösung gefunden. Die Pflanzen werden in einem vertikalen, hydroponischen Garten gezüchtet. Sie wachsen nicht in der Erde sondern in einer Nährlösung und sind in acht Lagen übereinander gestapelt. Um trotzdem allen Pflanzen ausreichend Licht zukommen zu lassen, rotiert das ganze System und ist ständig in Bewegung:

Gärten dieser Art könnten in Zukunft im Rahmen der urbanen Landwirtschaft auch für uns Menschen wichtige Quellen für Lebensmittel werden.

Florian Freistetter

Florian Freistetter ist Astronom. Er promovierte am Institut für Astronomie der Universität Wien und hat danach an der Sternwarte der Universität Jena und dem Astronomischen Rechen-Institut in Heidelberg gearbeitet. Zur Zeit lebt er in Jena, arbeitet dort an der Dynamik der extrasolaren Planeten, ärgert sich mit den Details der DFG-Antragstellung herum und bloggt über Wissenschaft.

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