Der kleinste Film der Welt

Einen Oscar wird dieser Werbefilm der Firma IBM nicht gewinnen. Er dauert nur ein paar Dutzend Sekunden und die Handlung beschränkt sich auf einen Jungen, der mit einem Ball spielt. Aber in diesem Film geht es nicht um die Handlung, sondern um die Technik. Die Akteure sind einzelne Moleküle und um die Bilder zu “zeichnen” musste jedes Atom einzeln bewegt und an den richtigen Platz gebracht werden. So etwas war auch früher schon möglich, aber der “kleinste Film der Welt” zeigt, dass man diese Technik mittlerweile perfektioniert hat.
Mit der Spitze eines Rastertunnelmikroskops wurden Kohlenstoffmonoxidatome bewegt und insgesamt 242 Bilder erzeugt, die am Ende zu einem Film zusammengesetzt wurden:

Wie der Film gemacht wurde, zeigt ein eigenes “Making Of”-Video:

Die Forscher von IBM hoffen, mit dieser Technik in Zukunft herausfinden zu können, wie man Atome als Datenspeicher einsetzt.

Florian Freistetter

Florian Freistetter ist Astronom. Er promovierte am Institut für Astronomie der Universität Wien und hat danach an der Sternwarte der Universität Jena und dem Astronomischen Rechen-Institut in Heidelberg gearbeitet. Zur Zeit lebt er in Jena, arbeitet dort an der Dynamik der extrasolaren Planeten, ärgert sich mit den Details der DFG-Antragstellung herum und bloggt über Wissenschaft.

3 Antworten

  1. Gluon

    Es handelt sich vermutlich nicht um ein Elektronenmikroskop, sondern um ein Rastertunnelmikroskop oder ein Atomkraftmikroskop. Elektronenmirkoskope nutzen Elektronen anstatt von Photonen, RTMs sehr kleine Ströme zwischen Atomen auf einer Oberfläche und einer Spitze, AFMs Kräfte zwischen diesen Atomen und einer Spitze.

  2. HugoHase

    KohlenstoffmonoxidATOME???